Vollfinanzierung beim Immobilienkauf: Vor- und Nachteile im Detail

OS206574_20231126143929 • 2. Juni 2026

Die Entscheidung für eine Immobilie ist oft mit hohen Kosten verbunden. Viele Käufer:innen sehen sich daher mit der Frage konfrontiert, wie sie den Kaufpreis sowie die Nebenkosten finanzieren können. Eine Möglichkeit ist die Vollfinanzierung, auch als 110-Prozent-Finanzierung bekannt. In diesem Artikel erläutern wir, was hinter dieser Finanzierungsart steckt und welche Vor- und Nachteile sie mit sich bringt.

Bei einer Vollfinanzierung wird der gesamte Kaufpreis einer Immobilie, einschließlich aller Nebenkosten, über einen Kredit finanziert. Normalerweise bringen Käufer:innen Eigenkapital ein, um die Nebenkosten selbst zu decken. Bei der 110-Prozent-Finanzierung hingegen wird kein Eigenkapital benötigt, was diese Methode für einige Interessenten attraktiv macht. Allerdings birgt sie auch einige Risiken, die es zu beachten gilt.


Was ist eine 110-Prozent-Finanzierung?

Die 110-Prozent-Finanzierung bezeichnet eine Finanzierung, bei der der gesamte Kaufpreis einer Immobilie sowie die anfallenden Nebenkosten über ein Darlehen abgedeckt werden. Bei dieser Finanzierungsmethode wird kein Eigenkapital eingebracht, was bedeutet, dass Käufer:innen auch die Nebenkosten, wie Grunderwerbsteuer, Notarkosten und andere Gebühren, über den Kredit finanzieren. Banken sind jedoch oft zurückhaltend, wenn es um die Genehmigung solcher Kredite geht, da den Nebenkosten kein greifbarer Gegenwert gegenübersteht.


Voraussetzungen für eine Vollfinanzierung

Um eine Vollfinanzierung zu erhalten, ist es wichtig, über ein sicheres und hohes Einkommen sowie eine gute Bonität zu verfügen. Banken prüfen dies, um das Risiko eines Zahlungsausfalls zu minimieren. Auch die Beschaffenheit der Immobilie spielt eine Rolle: Eine gut erhaltene Immobilie in einer attraktiven Lage hat bessere Chancen auf eine Finanzierung als ein baufälliges Objekt in einer weniger gefragten Gegend.


Vor- und Nachteile der Vollfinanzierung

Vorteile:

  • Schnellerer Zugang zum Eigenheim: Käufer:innen können sofort eine Immobilie erwerben, ohne Eigenkapital ansparen zu müssen.
  • Niedrige Einstiegshürden: Ideal für Personen, die nicht über ausreichende Ersparnisse verfügen.
  • Nutzung niedriger Zinsen: In Zeiten niedriger Zinsen können Käufer:innen von vorteilhaften Konditionen profitieren.

Nachteile:

  • Höhere Zinskosten: Ohne Eigenkapital kann es zu höheren Zinsen kommen, da das Risiko für die Bank steigt.
  • Hohe monatliche Belastung: Da der gesamte Kaufpreis und die Nebenkosten finanziert werden, können die monatlichen Raten erheblich sein.
  • Risiko von Wertverlust: Sollte der Wert der Immobilie sinken, kann die finanzielle Belastung über dem Marktwert liegen.


Finanzierungsbedingungen und Alternativen

Um die Chancen auf eine Genehmigung für eine Vollfinanzierung zu erhöhen, empfehlen Experten, zumindest die Kaufnebenkosten aus eigenen Mitteln zu tragen. Dies verbessert die Verhandlungsbasis mit der Bank und verringert das Risiko für das Kreditinstitut. Auch zusätzliche Sicherheiten, wie Versicherungen oder Ersparnisse, können die Kreditvergabe erleichtern.


Zusammenfassung

Die Vollfinanzierung bietet eine interessante Möglichkeit für Käufer:innen, die sofort in den Immobilienmarkt einsteigen möchten, ohne über Eigenkapital zu verfügen. Allerdings sollten die damit verbundenen Risiken und Kosten gut abgewogen werden. Eine sorgfältige Planung und Beratung sind entscheidend, um die passende Finanzierungslösung zu finden. Nutzen Sie die Gelegenheit, sich von Experten beraten zu lassen, um Ihre individuelle Situation zu besprechen und die besten Optionen für Ihre Finanzierung zu ermitteln.

Wenn Sie mehr über die Möglichkeiten der Immobilienfinanzierung erfahren möchten oder eine persönliche Beratung wünschen, zögern Sie nicht, einen Termin zu vereinbaren. Eine fundierte Beratung kann Ihnen helfen, die beste Entscheidung für Ihre finanzielle Zukunft zu treffen.


Quelle: Vollfinanzierung - 110-Prozent-Finanzierung beim Hauskauf

Blog

von OS206574_20231126143929 7. August 2026
Im Juli hat die Europäische Zentralbank die Zinsen unverändert gelassen. Doch Finanzprofis sind sich einig: Ein weiterer Zinsschritt nach oben ist wahrscheinlich – mit Folgen auch für Immobilienkäufer. Die EZB hat zuletzt im Juni 2026 die Leitzinsen angehoben – der Einlagenzins stieg auf 2,25 Prozent. Begründet wurde der Schritt mit dem Inflationsdruck infolge des Kriegs im Nahen Osten. Im Juli folgte dann die Pause: Die Währungshüter ließen die Zinsen unverändert und verwiesen auf die weiterhin hohe Unsicherheit bei den Energiepreisen sowie mögliche Zweitrundeneffekte auf die Inflation. An den Märkten ist man dennoch bereits einen Schritt weiter.  Was Experten für den Herbst erwarten Eine Zinserhöhung im September gilt laut Analysten als das wahrscheinlichste Szenario. Simon Dangoo von Goldman Sachs sieht die EZB zunehmend auf steigende Inflationsrisiken fokussiert – sollten die Energiepreise auf hohem Niveau bleiben, hält er auch einen weiteren Schritt im späteren Jahresverlauf für möglich. Jasmin Ehlert von der Zinsplattform Raisin rechnet damit, dass der EZB-Einlagenzins das Jahr bei 2,50 Prozent abschließen wird – also nach einer weiteren Erhöhung um 25 Basispunkte im Herbst. Einen dritten Zinsschritt in 2026 hält sie für unwahrscheinlich. Auch Laura Cooper von Nuveen dämpft die Erwartungen: Die Markterwartung von mehr als einer weiteren Erhöhung erscheine angesichts der Wachstumsrisiken zu aggressiv. Fazit der Profis: Ein Zinsschritt im September ist sehr wahrscheinlich – ein zweiter bleibt umstritten. Zinssenkungen 2026? Eher nicht Weder die offizielle Kommunikation der EZB noch aktuelle Marktkommentare deuten auf baldige Zinssenkungen hin. Die eigentliche Frage ist derzeit eine andere: Kann die Notenbank auf Dauer stillhalten – oder muss sie bei anhaltendem Energiepreisdruck noch einmal nachziehen? Was das für Immobilienkäufer bedeutet Der EZB-Leitzins wirkt sich nicht direkt auf die Bauzinsen aus – beeinflusst aber die Erwartungen am gesamten Zinsmarkt. Wenn Märkte mit anhaltend hohen oder sogar steigenden Leitzinsen rechnen, schlägt das auch auf die Konditionen von Baufinanzierungen durch. Aktuell liegen die Zinsen für zehnjährige Baufinanzierungen laut Baufi24 bei rund vier Prozent – getrieben vor allem durch die hohen Renditen langfristiger Bundesanleihen. Die Folgen sind spürbar: Das Neugeschäft bei Wohnungsbaukrediten fiel im Mai auf 17,2 Milliarden Euro, den niedrigsten Stand seit Ende 2024. Dennoch sieht Baufi24-Kreditexperte Oliver Kohnen Chancen für gut vorbereitete Käufer: Einige Verkäufer und Projektentwickler stehen unter Druck und zeigen sich verhandlungsbereit. Wer finanziell solide aufgestellt ist und antizyklisch handelt, kann derzeit interessante Kaufgelegenheiten finden. Was Sie jetzt tun sollten Kaufinteressenten: Warten auf deutlich günstigere Zinsen lohnt sich nach aktuellem Stand nicht. Wer gut vorbereitet ist, sollte die aktuelle Marktlage aktiv nutzen. Finanzierer: Angebote genau vergleichen – die Unterschiede zwischen den Anbietern sind erheblich. Die Hausbank ist selten das günstigste Angebot. Bestandshalter: Wer eine Anschlussfinanzierung vor sich hat, sollte das Thema frühzeitig angehen – bevor ein möglicher Zinsschritt im Herbst die Konditionen weiter verteuert. Haben Sie Fragen zu Ihrer Finanzierungssituation? Sprechen Sie mich gerne an. Quelle: Berliner Morgenpost
von OS206574_20231126143929 6. August 2026
In der aktuellen Immobilienlandschaft sehen wir, wie wichtig finanzielle Stabilität und Unterstützung für Projektentwickler sind. Ein aktuelles Beispiel ist die Deutsche Rückversicherung AG, die entscheidend dazu beigetragen hat, das Berliner Projekt „Spreesight“ von Uwe Reppegather zu sichern. Diese Situation verdeutlicht die Herausforderungen, mit denen viele Immobilienentwickler konfrontiert sind, insbesondere in Zeiten steigender Zinsen und Kosten.  Der Massekreditvertrag, den die Deutsche Rückversicherung für das Projekt bereitgestellt hat, zeigt die Ernsthaftigkeit der Lage. Angesichts der schwierigen Marktbedingungen und einer stark angespannten Liquiditätssituation des Entwicklers Centrum war die finanzielle Unterstützung notwendig, um das Projekt vor dem Scheitern zu bewahren. Im Oktober 2023 stellte die Versicherung bis zu sechs Millionen Euro in Aussicht, um eine umfassende Umstrukturierung zu ermöglichen. Diese Entwicklungen sind nicht nur für die beteiligten Unternehmen von Bedeutung, sondern haben auch weitreichende Konsequenzen für den Immobilienmarkt insgesamt. Wenn große Rückversicherer wie die Deutsche Rück in Projekte investieren, wird deutlich, dass es immer Möglichkeiten gibt, trotz widriger Umstände Lösungen zu finden. Diese Unterstützung kann dazu beitragen, das Vertrauen in bestimmte Immobilienprojekte zu stärken und Investoren zu ermutigen, weiterhin Kapital in den Markt zu bringen. Für Interessierte an Immobilienfinanzierungen oder Kapitalanlagen ist es wichtig, solche Entwicklungen zu verfolgen. Die aktuelle Situation zeigt, dass es oft bessere Lösungen als die Hausbank gibt. Ein erfahrener Finanzberater kann helfen, die passende Finanzierung zu finden und individuelle Möglichkeiten zu erörtern. Dies kann nicht nur finanzielle Vorteile bringen, sondern auch die eigene Sicherheit im Umgang mit Immobilieninvestitionen erhöhen. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Unterstützung durch die Deutsche Rückversicherung ein Beispiel dafür ist, wie kreative Lösungen und Zusammenarbeit in schwierigen Zeiten dazu beitragen können, Projekte am Leben zu halten. Die Immobilienbranche ist komplex, und eine fundierte Beratung kann Ihnen helfen, die besten Entscheidungen für Ihre finanzielle Zukunft zu treffen. Wenn Sie mehr über Finanzierungsoptionen oder individuelle Beratungsmöglichkeiten erfahren möchten, stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung. Gemeinsam finden wir die passende Lösung für Ihre Immobilienziele. Quelle: Immobilien: Wie die Deutsche Rück Reppegathers Centrum am Leben hielt